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Das smac - Vom Konsumtempel zum Museum für alle

Das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz (kurz: smac) präsentiert auf insgesamt drei Etagen verteilt, anhand von über 6.000 Exponaten, 300.000 Jahre Kulturgeschichte von Sachsen.

Ehemaliges Kaufhaus Schocken in Chemnitz, kurz vor der Wiedereröffnung als Landesmuseum für Archäologie Chemnitz (smac) im Jahr 2014, Bildquelle: Altsachse, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Modern, innovativ und multimedial präsentiert das smac seinen Besuchern den Wandel von der Natur- zur Kulturlandschaft und der Entwicklung des Menschen von der Steinzeit über das Mittelalter bis hin zur frühen Industrialisierung. Zu den herausragendsten Attraktionen des smac zählen unter anderem die 5.200 Jahre alten Brunnen der Jungsteinzeit, eine über 45 Meter lange Vitrinenwand mit Ausgrabungsgegenständen, die Totenkronen vom Friedhof der Dresdner Frauenkirche und vieles mehr.

Sein Zuhause fand das smac 2014 im ehemaligen Kaufhaus Schocken – einem Bau, welcher wohl selbst in einem Museum ausgestellt werden würde. Das inzwischen denkmalgeschützte Museumsgebäude vermag auf eine wechselhafte Geschichte zurückzublicken. Das ist Grund genug für das smac, diesem drei eigene Ausstellungsbereiche über die Archäologie des Kaufhauses zu widmen.

Vom Konsum- zum Kulturtempel

Porträt der Familie Salman Schocken 1913 im smac Museum in Chemnitz (edited), Bildquelle: (dwt)., CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia CommonsErbaut 1930 vom renommierten Architekten Erich Mendelsohn als Warenhaus für die Gebrüder Simon und Salman Schocken, besaß das Haus nicht nur die erste Rolltreppe der Stadt, sondern galt dank seiner geschwungenen Fensterfront schon damals als eine Ikone des Neuen Bauens. Acht Jahre später wurde das Kaufhaus Schocken, im Zuge der nationalsozialistischen Enteignungswelle, die über Deutschland schwappte, zu einer Merkur Verkaufsstätte arisiert. Nach 1945 von der Handelsorganisation der DDR zum Centrum Warenhaus sozialisiert, fiel es schließlich nach den Umstürzen 1990 wieder als Kaufhof in private Hände. Doch auch das sollte nicht von Dauer sein und ab 2001 stand das Gebäude leer, bis 2010 sein Revitalisierungsprozess eingeleitet wurde und es schließlich 2014 seine ersten Gäste als Sitz des Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz begrüßen durfte.

smac – Ein Museum für alle in Chemnitz

Vitrinenwand mit Ausstellungsstücken im smac Museum in Chemnitz, Bildquelle: (dwt)., CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons

Nach überstandener Arisierung, Sozialisierung und Reprivatisierung ist es nur mehr als passend, dass das Gebäude heute zu einem Museum für alle geworden ist. Ein Museum, das sich seinen Wunsch nach Barrierefreiheit, Inklusion und Partizipation besonders stolz ans Revers heftet und dazu einlädt, kulturelle Vielfalt in ihrer zeitlichen Tiefe zu entdecken und zu verstehen. Auf diese Weise möchte das smac kulturelle Bildung fördern und das gesellschaftliche Verständnis für kulturelle Vielfalt anregen.

Das smac ist ein Gastgeber, der sich das Wohl seiner Besucher zu Herzen nimmt. Dieser Wunsch spiegelt sich besonders in seinem breiten Angebot an unterschiedlichen Audioguides wider, welche auf die besonderen Bedürfnisse seiner Besucher eingehen, wie auch Museumsdirektorin Sabine Wolfram unterstreicht: „Dank der Fördermittel des Sächsischen Ministeriums für Soziales steht unsere archäologische Dauerausstellung nun einem weiteren, oft vernachlässigten Teil der kulturinteressierten Gesellschaft offen. Auch wenn die Erschließung des Museums für alle ein kontinuierlicher Prozess ist, so sind wir doch schon einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gegangen.“

Das ist ein Wunsch, den man bei Hearonymus-Audioguides teilt, wie auch Peter Grundmann, Gründer und Geschäftsführer von Hearonymus, bestätigt: „Barrierefreiheit und Design für alle ist ein wichtiger Ansatz. Enger Verbündeter dabei ist das Smartphone, durch das wir dank guter Programmierung zahlreiche Türen öffnen und uneingeschränkte Verfügbarkeit gewährleisten können. Wir bieten für unsere Audioguides viele Optionen an, mit deren Hilfe man Inhalte allen Interessenten sehr einfach zugänglich machen kann.” Hearonymus setzt sich so aktiv für „Kultur für alle“ ein und bietet die Erstellung von Audioguides in Leichter oder Einfacher Sprache, Gebärdensprache sowie Führungen für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen an. (Lesen Sie hier weiter, um mehr über das barrierefreie Angebot von Hearonymus zu erfahren.)

Aus diesem Grund sind die Guides des smac in Gebärdensprache, Leichter Sprache sowie für sehbehinderte Menschen auf der Hearonymus-Plattform für alle frei zugänglich.

Barrierefreier Zugang zum smac am Smartphone mit Hearonymus

Mit wenigen Klicks sind die Hearonymus-App und die Guides auf das Smartphone heruntergeladen. Die Guides können anschließend unbegrenzt und ohne Internetverbindung genutzt werden. Egal ob daheim oder direkt vor Ort. Die Hearonymus-App kann kostenlos über den App Store oder über Google Play geladen werden. Die Guides des smac sind in Gebärdensprache, Leichter Sprache und als Sehbehindertenführung ebenfalls kostenlos via Hearonymus erhältlich.

Laden Sie die Guides direkt in der Hearonymus-App:
(Einfach Link auf dem Handy öffnen)