Mit der eigenen Stimme in jeder Sprache sprechen - dank KI
Vor Kurzem hatten wir ein spannendes Projekt in Deutschland. Ein Kunde wollte, dass die deutsche Version des Audioguides von einer seiner Mitarbeiterinnen gesprochen werde. Für die englische Version sollte es die gleiche Stimme sein, allerdings hatte die Mitarbeiterin Sorge, dass ihr Englisch nicht gut genug sei. Was tun?
Wir haben dem Kunden angeboten, die Stimme mit professionellen KI-Tools zu klonen und dann den Klon die englische Version “sprechen” zu lassen. Die Idee gefiel grundsätzlich allen Beteiligten und wir hätten eigentlich loslegen können. Gäbe es da nicht noch die Gesetze.
Das Klonen von Stimmen mit KI wirft rechtlich einige Fragen auf. Grundsätzlich geht es dabei um Persönlichkeitsrechte und das Recht an der eigenen Stimme. Ohne Zustimmung der betroffenen Person ist es oft rechtswidrig, eine Stimme zu nutzen, zu klonen oder zu verbreiten. Bei Stimmen von bekannten Sprechern oder Persönlichkeiten (Schauspieler, Prominente, …) kann auch das Urheberrecht zur Anwendung kommen. Es empfiehlt sich also immer, die Erlaubnis der betreffenden Person einzuholen.
In unserem Fall war das Einholen des Einverständisses einfach, weil die Mitarbeiterin sogar froh war, dass ihr die englischen Aufnahmen jemand abnahm. Wir setzten ein Schreiben auf, das von der Mitarbeiterin und von Hearonymus unterschrieben wurde. Damit hatten beide Seiten etwas Schriftliches in der Hand.
Die Erstellung der Rohversion der englischen Audios mittels KI war bald erledigt, das war allerdings nur der 1. Akt. Der eigentliche Aufwand entsteht bei der Nachbearbeitung der Dateien. Jeder einzelne Satz wird angehört und überprüft, ob alle Worte korrekt ausgesprochen werden. Stößt man auf ein falsch betontes Wort, dann muss man der KI mitteilen, wie die korrekte Aussprache lautet. Diese manuelle Optimierung und Nachbearbeitung der Audiodateien erfordert hohe Konzentration, detailliertes Wissen über KI-Befehle und viel Zeit und Geduld.
Die fertigen englischen Audiodateien erfüllen die strengen Qualitätsanforderungen von Hearonymus und der Kunde ist sehr zufrieden. Die geklonte englische Stimme klingt, als wäre die Mitarbeiterin zweisprachig aufgewachsen.
Mit geklonten Stimmen zu arbeiten, kann eine schöne Alternative sein, wenn man das Einverständnis des Sprechers der Originalstimme hat und die notwendigen Werkzeuge und das Wissen und die Zeit, um die Audiodateien professionell nachzubearbeiten. Oder Sie wenden sich an Hearonymus, wir übernehmen das gerne für Sie.
Bild (c) Erstellt mit Künstlicher Intelligenz (KI)